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Daniela
5. Juli 2022, Lesezeit: 10 Min.
Mit einem Onlinemarketing-Konzept zum Erfolg

Wer online nicht präsent ist, existiert nicht. Einfach präsent zu sein, reicht jedoch schon lange nicht mehr. Seit Suchmaschinen und Soziale Medien das Internet dominieren, müssen auch kleine Unternehmen das facettenreiche Spiel der grossen Weltkonzerne beherrschen. Im Idealfall mit einem durchdachten Onlinemarketing-Konzept.

Wozu brauchen Unternehmen ein Onlinemarketing-Konzept?

Ein Onlinemarketing-Konzept dient dazu, die Unternehmensziele mittels Onlinemarketing zu unterstützen. Bevor Sie sich also daran machen, über Onlinemarketing nachzudenken, müssen Sie sich darüber bewusst werden, wohin Sie mit Ihrem Unternehmen steuern, sprich welche Ziele Sie mit den Kernleistungen Ihres Unternehmens verfolgen. Dabei hilft die bewährte SMART-Formel. Das bedeutet, Sie definieren jedes Ziel nach folgenden fünf Komponenten, damit ein Fortschritt sichtbar wird:


  1. Spezifisch: Definieren Sie Ihre Ziele so präzise und konkret wie möglich.
  2. Messbar: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Ziele mit Zahlen messbar sind.
  3. Akzeptiert/Attraktiv: Sorgen Sie dafür, dass alle, die zur Zielerreichung beitragen, motiviert sind.
  4. Realistisch: Stecken Sie erreichbare Ziele.
  5. Terminiert: Setzen Sie ein konkretes Datum, bis wann Sie Ihr Ziel im definierten Umfang erreichen wollen.

Wichtige Anhaltspunkte für die Zieldefinition liefern Ihnen Ihre direkten Konkurrenten. Denn gegen diese gilt es im Markt zu bestehen.

Wie führt man eine Konkurrenzanalyse durch?

In einem ersten Schritt gilt es herauszufinden, wer überhaupt die grössten Konkurrenten sind, bzw. wie diese sich online verhalten. Geben Sie dafür Ihre wichtigsten Suchbegriffe bei Google ein und notieren Sie die Unternehmen auf den Top-Positionen.

Danach analysieren Sie den Onlineauftritt Ihrer Mitbewerber. Dazu gehören die Website genauso wie deren Social-Media-Kanäle. Achten Sie bei der Beurteilung der Social-Media-Kanäle auf die Qualität, Quantität und die Interaktivität der Beiträge.

Fragen Sie sich dabei immer, wie Sie im Vergleich zu Ihrer Konkurrenz dastehen. Dafür eignet sich zum Beispiel eine SWOT-Analyse. SWOT steht für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken). Nach diesen Kriterien können Sie sich mit Ihren Konkurrenten vergleichen. Zum Beispiel, indem Sie die SWOT-Analyse Ihrer Konkurrenten Ihrer SWOT-Analyse gegenüberstellen.

Eine Möglichkeit, die Performance Ihrer Inhalte mit den Inhalten Ihrer Mitbewerber zu vergleichen, bietet die Content-Gap-Analyse. Dafür vergleichen Sie die aktuelle Performance Ihrer Inhalte (Ist-Zustand) mit dem gewünschten (Soll-Zustand) und definieren danach Massnahmen, um diese Lücken (= Gap) zu schliessen. So können Sie bestehende Inhalte optimieren und neue so gestalten, dass sie Ihre Performance optimal unterstützen.

Wichtig ist zu wissen, wofür Sie Ihre Inhalte optimieren wollen. Geht es zum Beispiel darum, mehr Menschen auf eine Webseite zu bringen oder über eine Website mehr zu verkaufen? Bevor Sie also beginnen, Ihre Inhalte zu analysieren, müssen Sie wissen, was Sie mit den Inhalten erreichen wollen.

Danach können Sie Ihre Webseiten mit datengetriebenen Ansätzen analysieren, zum Beispiel mit der Google Search Console und Google Analytics. Damit identifizieren Sie, wie gut Ihre Webseiten performen, also welches Ranking sie erzielen sowie Seiten, die ein hohes Potenzial haben, dieses aber noch nicht optimal nutzen. In einem weiteren Schritt passen Sie Ihre Inhalte so an, dass Sie dem zuvor definierten Ziel besser dienen und messen wieder die Performance.

Was gehört alles in ein Onlinemarketing-Konzept?

Ein Onlinemarketing-Konzept besteht aus Zielen, Zielgruppen, Inhalten und Kanälen für diese Zielgruppen, Kaufprozess, Budget, Ressourcen sowie einem Zeitplan. Um möglichst keine finanziellen und personellen Ressourcen zu verschwenden, müssen Sie Ihre Unternehmensziele in Onlinemarketing-Ziele übersetzen. Diese reichen von der Optimierung der Website für Suchmaschinen (SEO) über die Steigerung der Markenbekanntheit bis hin zur Kundengewinnung und der Steigerung der Kundenzufriedenheit. Je nachdem, in welcher Phase der sogenannten Customer Journey sich die Zielgruppen befinden.

Was ist eine Customer Journey?

Die «Kundenreise», die Customer Journey, macht die Phasen Ihres Kaufprozesses sichtbar: vom Erstkontakt bis zur Betreuung nach dem Kauf, der sogenannten Kundenbindung, die im besten Fall zum Wiederkauf führt. Um eine Customer Journey zu erstellen, müssen Sie sich also einige Fragen stellen: Wo, sprich mit welchen Touchpoints kommen unsere Kunden in Berührung? Welche Touchpoints führen zu Käufen? Welche Inhalte überzeugen unsere Kunden davon, zu kaufen? Um diese Fragen zu beantworten, helfen Analyse-Tools wie Google Analytics. Damit finden Sie zum Beispiel raus, woher Webseitenbesucher:innen kommen, wie lange sie auf der Webseite bleiben und wie sie die Suchmaschine nutzen.

Wie definiert man Onlinemarketing-Ziele?

Keine Reise ohne Ziel, das gilt auch für die Customer Journey. Im Onlinemarketing unterscheidet man grundsätzlich zwischen qualitativen und quantitativen Zielen. Letztere lassen sich in der Regel besser messen als erstere. Weitere wichtige Unterscheidungsmerkmale von Zielen sind zudem Kurz- und Langfristigkeit.

Beispiele für qualitative Ziele:

  • Verbesserung des Unternehmensimages
  • Stärkung der Marke
  • Erhöhung des Bekanntheitsgrades

Beispiele für qualitative Ziele:

  • Verbesserung der Positionierung bei Suchmaschinen
  • Generierung von Leads
  • Umsatzsteigerung durch Webshop-Verkäufe

Beispiele für kurzfristige Ziele:

  • Optimierung der Google Ads (Search Engine Advertising, SEA)
  • Verbesserung von Klickraten
  • Aufbau von Backlinks

Beispiele für langfristige Ziele:

  • Optimierung der Website für Suchmaschinen (Search Engine Optimization, SEO)
  • Umsatzsteigerung für das nächste Geschäftsjahr
  • Vertrauen schaffen in die eigene Marke

Dass vor jeder Reise auch schon ein gewisser Weg zurückgelegt wurde, müssen Sie auch berücksichtigen, bevor Sie neue Ziele definieren.

Folgende Fragen sind dafür relevant:

  • Was haben wir bereits umgesetzt?
  • Was hat funktioniert und weshalb?
  • Was hat nicht funktioniert und weshalb nicht?

Können Sie diese Fragen beantworten, identifizieren Sie bereits erste Fallstricke, entdecken aber auch Erfolgsfaktoren. Wichtige Einflussfaktoren stellen zudem Budget, interne Ressourcen, Abgrenzung, Verantwortung, Schnittstellen und Termine dar. Diese Dimensionen gilt es bei der Zieldefinition stets im Hinterkopf zu behalten, damit Sie Ihre Ziele realistisch und nicht idealistisch stecken.

Warum ist ein Onlinemarketing-Konzept für Unternehmen wichtig?

Einfach einmal ein bisschen in Suchmaschinenwerbung (Search Engine Advertising, SEA) zu investieren oder auf Facebook zu werben, ist für die wenigsten Unternehmen zielführend. Zu viele Faktoren und Abhängigkeiten gilt es zu berücksichtigen, wenn Sie mit Onlinemarketing Ihre Ziele erreichen wollen. Wollen Sie also nicht Ihr Geld zum Fenster hinauswerfen, müssen Sie ein durchdachtes Konzept haben, um Ihre Zielgruppen online zu erreichen und zu bewegen. «Aber wer sind überhaupt unsere Zielgruppen?», fragen Sie sich vielleicht.

Wie definiert man Zielgruppen?

Ihre Zielgruppen sind Gruppen von Personen, die Sie mit Ihren Marketingmassnahmen ansprechen wollen, um Ihnen Ihre Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Um Streuverluste zu verhindern, sollten Sie diese möglichst klar abgrenzen. Zielgruppen sollten also möglichst homogen sein. Dazu helfen Ihnen Kriterien wie Geschlecht, Alter, Wohnort, Sprache, Familienstand, Beruf, Einkommen (= demografische Merkmale), Angaben zu Lebensstil, Werten und Meinungen (= psychografische Merkmale) sowie zum Kaufverhalten, Preissensibilität oder Mediennutzung. Diese Kriterien sind nicht abschliessend. Je nach Unternehmen und Ziel sind es weitere, je nach Möglichkeiten der Marktforschung auch weniger. Um sich ein konkretes Bild seiner Zielgruppen vor Augen zu führen, hilft es, sogenannte Personas zu definieren.

Wozu dienen Personas?

Personas sind fiktive Charaktere, die stereotypisch für eine Zielgruppe stehen. Sie stellen also den einen typischen Kunden oder die eine typische Kundin dar, mit Namen, Herkunft, Hobbys, Wünschen, Herausforderungen usw. Sie dienen dazu, sich ganz konkret in Kunden hineinzuversetzen und die eigenen Produkte und Dienstleistungen aus ihrer Perspektive zu beurteilen. So entwickeln Sie ein tieferes Verständnis für Ihre Zielgruppe. Im Internet gibt es zahlreiche gute Vorlagen, mit denen Sie Personas kreieren und definieren können. Voraussetzung dafür ist, dass Sie die Bedürfnisse Ihrer potenziellen und aktuellen Kundinnen und Kunden kennen oder zumindest sehr gute Annahmen treffen. Danach gilt es, eine bis drei Personas pro Zielgruppe zu erarbeiten.

Wie erstellt man ein Onlinemarketing-Konzept?

Wer ein Onlinemarketing-Konzept erstellt, denkt schnell (oft vorschnell) an Online-Kanäle. Selbstverständlich ist die Kanalwahl wichtig, um die richtigen Zielgruppen zu erreichen und möglichst wenig Streuverlust einzufahren. Davor müssen Sie sich jedoch zuerst seriös Gedanken darüber machen, welche Ziele mit welchen Zielgruppen Sie überhaupt verfolgen wollen. Zudem ist die Kanalwahl stark abhängig von der Zeit, die Sie für Ihr Onlinemarketing investieren können sowie von Ihrem Budget. Diese beiden Faktoren beeinflussen die Priorisierung der Kanäle massgebend. Je nach Zielen bzw. Zielgruppen setzen Sie zudem eher auf Push-Marketing oder auf Pull-Marketing.

Wissen Ihre potenziellen Kunden noch nichts von Ihrem Angebot, arbeiten Sie mit Push-Marketing-Massnahmen. Das bedeutet, Sie «drücken» das Angebot auf den Markt. Suchen Ihre potenziellen Kunden bereits nach Ihrem Angebot, arbeiten Sie mit Pull-Marketing-Massnahmen. Sie machen also auf Ihr Angebot aufmerksam, damit die Kunden es kaufen oder eben daran «ziehen».

Push-Massnahmen sind im Onlinemarketing Werbebanner auf Webseiten sowie Social-Media-Kanälen (Display-Marketing) oder Pop-ups, die potenziellen Kunden beim Surfen im Internet angezeigt werden.

Pull-Massnahmen kommen zum Zug, wenn Ihre potenziellen Kunden via Google nach Angeboten suchen. Das bedeutet also, das Ziel von Pull-Massnahmen ist es, potenzielle Kunden von Google weg auf die eigene Webseite mit dem gesuchten Angebot zu lenken. Dafür gibt es zwei Wege:

  1. Sie versuchen, Ihre Webseiten so zu optimieren, dass sie von Google aufgrund dieses spezifischen Kundeninteresses gefunden werden. Sie betreiben also sogenannte Search Engine Optimization (SEO). Das ist ein langfristiger, aufwändiger Prozess, der nie abgeschlossen ist. Ein Weg, den es sich aber zu gehen lohnt. Denn der Initialaufwand ist grösser als der Folgeaufwand.
  2. Sie bieten auf Suchbegriffe bei Google und kaufen sogenannte Google Ads. Das sind die Anzeigen im oberen Bereich der Google-Suchresultate, die mit «Anzeige» gekennzeichnet sind.
Fazit

Viele Wege führen zum Onlinemarketing-Konzept. Oft sind diese steinig, aufwändig und nicht selten teuer. Anfahrtswege, Diskussionen mit Beratern, Briefings und Rebriefings später erhält man dann einen nicht ganz günstigen Papiertiger. Und diese sind in der Regel geduldig. Ganz einfach, innerhalb von 15 Minuten gelingt Ihnen der erste Schritt zur Erstellung eines kostenlosen Onlinemarketing-Konzepts mit dem QOYO-Generator.

Alles, was Sie tun müssen, ist ein paar Fragen zu beantworten, die der QOYO-Generator clever verknüpft und automatisch Ihre individuelle Onlinemarketing-Strategie generiert. Das bedeutet nicht, dass Sie danach keine Arbeit mehr haben. Aber der Initialaufwand reduziert sich so aufs Wesentliche. Sie erhalten einen konkreten Plan mit Budget, Vorschlag für Eigenleistung, geeigneten und ungeeigneten Kanälen sowie Umsetzungsvorschläge inklusive Checklisten. Und ein kostenloses Beratungsgespräch können Sie auch buchen.